Veranstaltung zur Aufklärung psychischer Erkrankungen
Am Montag den 08.12 bekamen wir Besuch von Personen des LVR-Klinikums Düsseldorf. Dabei waren Herr Charlier, der Leiter einer Station für Depression und Schulangst bei Kindern und Jugendlichen ist, sowie Herr Scheven, der Seelsorger der Klinik, Lea, die selbst unter Depressionen und Anorexie gelitten hat, und Niko, der ebenfalls von Depressionen und Binge-Eating betroffen war. Zu Beginn füllten wir zwei Umfragen aus. Die erste zeigte deutlich, dass von uns fast jeder eine Person mit einer psychischen Erkrankung kennt. In der zweiten Umfrage ging es dann um eigene Erfahrungen, was zum Beispiel Einsamkeit oder Ängste angeht.
Daraufhin berichteten die beiden betroffenen Personen von ihren Erfahrungen und wie sie es geschafft haben, ihre Erkrankungen größtenteils zu heilen. Uns wurde nahegelegt, dass es wichtig ist, sich rechtzeitig Hilfe zu holen. Wir haben gelernt, dass psychische Erkrankungen früher und auch heute noch teilweise ein Tabu-Thema waren und immer noch bei vielen Menschen mit Gefühlen wie Scham verbunden sind. Dazu wurde auch das Beispiel eines gebrochenen Beines herangeführt: Man geht zum Arzt, weil einem das Bein wehtut, genauso wie man zum Arzt gehen sollte, weil einem die Seele wehtut.
Als Nächstes berichtete der Stationsleiter von seinem Job. Eine Umfrage ergab, dass sich fast niemand vorstellen konnte, was seine Aufgaben im Klinikum sind. Er erklärte, dass er die Jugendlichen auf dem Weg der Genesung unterstützt, sich Projekte und Ausflüge ausdenkt und das allgemeine Treiben auf der Station regelt.
Alles in Allem war es eine informative und erhellende Veranstaltung.
Ich glaube, es hat vielen gut getan, über ein so sensibles Thema zu sprechen und ich bedanke mich im Namen der gesamten neunten Jahrgangsstufe für die Erklärungen des Stationsleiters, aber vor allem auch für den Mut und sicherlich auch die Überwindung, die die Betroffenen mitgebracht haben, um ihre Geschichte und Erfahrungen mit uns zu teilen.
Ines, 9c