Demokratie-Tag

Am 17.02. fand der erste Demokratie-Tag der Sekundarstufe II statt. Den Beginn sollte ein Vortrag von Herrn Professor Dr. Lorenz Narku Laing bilden, der jedoch krankheitsbedingt abgesagt wurde. Es folgte eine Workshopphase, in der vielfältige Themen hinsichtlich der Demokratiebildung im Vordergrund standen.

Ein großes Dankschön gilt neben den Lehrpersonen, die einen Workshop angeboten haben (Frau Wißen, Frau Atalay, Herr Dr. Guderley und Herr Risken), auch Frau Illich, Frau Thymian, Herrn Alobeido, Herrn Khalifa und Herrn Hoffmeyer.

Im Folgenden erhält man einen Einblick in die vereinzelten Workshops.

Privilegien erkennen, einsetzen und handeln

Am heutigen Demokratie-Tag haben wir uns im Projekt „Privilegien erkennen, einsetzen und handeln“ mit Vorurteilen auseinandergesetzt und gelernt, diese zu verstehen. Wir haben angefangen, indem wir Privilegien mit einem Privilege Walk definiert und kennengelernt haben. Anschließend haben wir über Handlungsmöglichkeiten (5D-Modell) gesprochen und dann Fallbeispiele behandelt. Es war sehr aufschlussreich.

Lara (Q1)

Wie fair ist Erfolg? – Über Privilegien, Chancen und (Un-)Gleichheit)

Ich fand den heutigen Projekttag sehr aufschlussreich und lehrreich. Es ist (traurigerweise) sehr erstaunlich, dass Chancen, v. a. in der Schule, ungerecht verteilt sind. Folglich ist gute Bildung (leider) oft noch eine Frage des sozioökonomischen Hintergrundes, der Familie, der (Wohn-)Gegend, der Herkunft usw.
Nichtsdestotrotz haben wir uns auch mit Problemlösungsansätzen befasst, um die vorherrschende „Bildungskluft“ zu schmälern.
Somit können wir auch als Gesellschaft proaktiv unseren Beitrag für eine gerechtere, inklusive Gesellschaft leisten, sodass ich opportunistisch nach vorne schaue.

Emin (Q1)

Rassismus im Fußball

Wir haben uns in unserem Workshop über Rassismus im Fußball auseinandergesetzt. Es ging hauptsächlich um Fans verschiedener Vereine (z.B. Aachen, Schalke und Lazio Rom), die rassistische Rufe von sich geben. Spezifisch ging es um einen Spieler der Fortuna aus Düsseldorf mit türkischem Hintergrund, der keine Schiedsrichterin wollte und angab, dass Frauen im Fußball nichts zu suchen hätten.

Im Anschluss daran haben wir über Maßnahmen gesprochen und beurteilt, ob diese gerechtfertigt seien.

Insgesamt war der Workshop gut und die Botschaft, dass Rassismus auch im Fußball nichts zu suchen hat, wurde deutlich.  

Meris (Q1)

Warum ist unser Gehirn anfällig für Rassismus, Antisemitismus und Co.?

Am Projekttag, Demokratiebildung und Antirassismus, haben wir uns mit der Frage beschäftigt, warum unser Gehirn anfällig für Rassismus, Antisemitismus und Co. ist? Anhand verschiedener Selbsttests wurde uns deutlich, wie stark unsere Wahrnehmung und Erinnerung durch den Kontext und das Vorwissen beeinflusst werden können. Besonders beeindruckend war eine Studie, die zeigte, dass bereits drei Monate alte Babys Gesichter der eigenen Hautfarbe bevorzugen, alle allerdings nur dann, wenn sie überwiegend in einer homogenen Umgebung aufwachsen. Dies bedeutet, dass das Kind fast ausschließlich von Menschen mit der gleichen Hautfarbe umgeben ist. Diese Bevorzugung ist daher weniger als Rassismus zu verstehen, sondern vielmehr als Folge von Gewohnheit und Erfahrung. Zudem wurde uns erklärt, dass bestimmte Hirnregionen wie die Amygdala bei unbekannten oder als fremd wahrgenommenen Personen schneller reagieren und dadurch unbewusst negative Gefühle entstehen können. Gleichzeitig wurde uns klar, dass vielfältige soziale Kontakte und Perspektiven-Übernahme wie auch die bewusste Auseinandersetzung helfen können, Vorurteile zu verhindern und die eigene Wahrnehmung zu reflektieren.

Lea (Q1)

#SoR-SmC

 

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